Der Salzsee von Larnaka (Larnaca)
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Der Salzsee von Larnaka (Larnaca)
Der Salzsee von Larnaka (Larnaca)

Der Larnaka (Larnaca) Salt Lake ist mit 2,2 Quadratkilometern der zweitgrößte Salzsee Zyperns. Er wurde 1997 nach dem zyprischen Gesetz zum Schutz und zur Verwaltung von Natur und Tierwelt sowie nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) der EU zum Schutzgebiet ernannt. Als eines der bemerkenswertesten Biotope Europas ist der Salzsee nicht nur ein bedeutender Standort unter der Ramsar-Konvention und dem Natura-2000-Netzwerk, sondern auch einer der wichtigsten Lebensräume für Wasservögel.  

Südwestlich der Stadt Larnaka und östlich der Dörfer Meneou und Dromolaxia gelegen, ist der gemeinhin als ‚Alyki‘ bekannte Salzsee tatsächlich einer von insgesamt vier Seen in Larnaka. Zusammen mit dem Orphani-See, dem Soros-See und dem Spiro-See deckt er eine Fläche von 1.761 Hektar ab.

Im Winter füllt sich der See mit Wasser und bietet Zugvögeln eine Heimat, darunter tausende von Flamingos, die von November bis März hier überwintern. Auch Wildenten und andere Wasser- und Ufervögel finden hier während ihrer Wanderzüge Unterschlupf. Der grundlegendste Bestandteil in der Nahrungskette des Ökosystems rund um den Salzsee ist der kleine Salinenkrebs Artemia (Artemia salina), von dem alles andere Leben stark abhängt. Können Flamingos und andere Wasservögel keine Salinenkrebse finden, verlassen sie den Salzsee und setzen ihre Reise zum Salzsee von Akrotiri oder südlich in Richtung Afrika fort.

Rund um die Region des Sees gibt es einen ausgewiesenen, geradlinig verlaufenden und vier Kilometer langen Naturpfad, der bis zum alten Kamares-Aquädukt führt. Entlang des Pfades finden sich neben Schildern mit Informationen zur vielfältigen Baum-, Strauch- und Blumenwelt in regelmäßigen Abständen auch Bänke, die zum Verweilen einladen. Besonders beliebt ist der Pfad bei Spaziergängern und Joggern.

Aus archäologischen Funden lässt sich schließen, dass die Region rund um den Salzsee und die nahe gelegene Moschee bereits in der Spätbronzezeit (2. Jahrhundert v. Chr.) besiedelt waren. Nahe der Stelle, an der heute die Hala Sultan Tekke Moschee steht, wurde am See ein Hafen ausgegraben, der in prähistorischen Zeiten der Stadt Larnaka diente, die in der Spätbronzezeit (1650–1050 v. Chr.) eines der großen Handelszentren Zyperns war. Nachdem die Bewohner Larnaka verlassen hatten, versandete die damals noch offene Meeresbucht und wurde allmählich vom Meer getrennt. Der natürliche Hafen wurde zerstört und es entstand der Salzsee.

Der Legende nach wurde der See salzig, nachdem eine alte Frau dem Heiligen Lazaros Speis' und Trank verweigerte, worauf Lazaros entgegnete „Mögen deine Reben vertrocknen und für immer versalzen sein!“ Eine wissenschaftlichere Erklärung für den Salzgehalt des Sees geht davon aus, dass das Salzwasser durch das poröse Gestein zwischen dem Meer und dem See dringt und diesen dadurch sehr salzig macht.

Im gesamten Mittelalter war Salz so reichlich vorhanden, dass es einer der Hauptexportgüter Zyperns wurde. Die Ernte und der Verkauf des Salzes wurden streng überwacht und besteuert. Die letzte Salzernte fand im Jahr 1986 statt.

Der Naturpfad ist Teil des Aphrodite-Kulturwegs.

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