Die Kirche der Panagia Chrysaliniotissa

Die Kirche ist der Heiligen Jungfrau Chrysaliniotissa ( „Unserer Lieben Frau des Goldenen Flachs“) geweiht und vermutlich die älteste byzantinische Kirche in Lefkosia (Nicosia). Man nimmt an, dass Königin Helena Palaiologina die ursprüngliche Kirche im Jahr 1450 bauen ließ. Der Name der Kirche stammt von einer wundertätigen Ikone, die in einem Flachsfeld gefunden wurde. Die Kirche der Panagia Chrysaliniotissa ist bekannt für ihre umfassende Sammlung alter und seltener Ikonen. Die Straße, in der die Kirche innerhalb der Stadtmauern von Nikosia steht, wurde nach der Kirche benannt (Chrysaliniotissa Street).

Das Nonnenkloster des Agios Panteleimon

Das Nonnenkloster des Heiligen Pantaleon (altgriechisch Panteleimon) stammt aus dem 18. Jahrhundert. Es befindet sich im Achera-Tal, nordwestlich des Dorfes Agrokipia im Bezirk Lefkosia (Nicosia).

Die alte, ursprüngliche Klosteranlage bestand aus der Hauptkirche, zu deren nördlicher und östlicher Seite Gebäude standen. Das Erdgeschoss des nördlichen Kirchenteils war in verschiedene Räume aufgeteilt, darunter Lagerräume, eine Waschküche, Räume mit Öfen und sogar ein Raum, in dem Süßigkeiten hergestellt wurden. Weder von der alten Kirche noch von den ursprünglichen Gebäuden des Klosters sind Überreste erhalten geblieben.

Aus einer Inschrift am Westeingang der Kirche geht hervor, dass sie im Jahr 1770 restauriert wurde – drei Jahre nachdem Erzbischof Chrysanthos inthronisiert wurde. An der vergoldeten Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen) befanden sich neben Christus- und Marienikonen auch Ikonen des Heiligen Nikolaus (Agios Nicolaos), die von den Malern Michalis Thetallos oder Thesalonikeas zur gleichen Zeit gemalt wurden.

Das Kloster nahm während des nationalen Befreiungskampfes und der türkischen Invasion 1974 eine wichtige humanitäre Funktion ein. Es wurde kurz nach 1960 restauriert. 1989 wurde dem südlichen Teil des Klostergebäudes ein weiteres Seitengebäude hinzugefügt. Das Kloster dient heute als Nonnenkloster.

Bezirk: Lefkosia
Adresse: Achera-Tal, zwischen Agrokipia und Mitsero
GPS-Koordinaten: Lat: 35.053901 Lon: 33.139694
Kontakt: Telefon: +357 22 632 345
Öffnungszeiten: Im Winter täglich: 06:00 – 17:00 Uhr.
Im Sommer täglich: 06:00 – 19:00 Uhr.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
Barrierefreier Zugang: Im Kloster, nicht jedoch in der Kirche.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die Kirche der Heiligen Barnabas und Hilarion (Agios Varnavas und Ilarionas)

Im Dorf Peristerona, am Westufer des Nebenflusses Serrahis (auch Serrhakis) befindet sich die Kirche, die den Heiligen Barnabas und Hilarion geweiht ist und vermutlich aus dem 9. oder 10. Jahrhundert stammt. Die Kirche hat fünf Kuppeln und ist ein herausragendes Beispiel der zyprisch-byzantinischen Architektur. Ein Teil der Nordwand der ursprünglichen Kirche existiert auch heute noch und wurde in die Westwand der heutigen Kirche integriert. Laut Proben, die den in der Kirche gefundenen Wandmalereien entnommen wurden, stammen die ältesten davon aus dem 15. und 16. Jahrhundert.

Neben der Kirche befindet sich die türkische Moschee von Peristerona. Das Bild beider Gebetshäuser nebeneinander wurde in der Vergangenheit auf Münzen und Geldscheinen sowie auf Briefmarken abgebildet – als Symbol der friedlichen Koexistenz zwischen Griechen und türkischen Zyprern vor der türkischen Invasion im Jahr 1974.

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Peristerona Dorf, an der Straße zwischen Lefkosia und Troodos
Kontakt: Telefon: +357 99 620 753
Öffnungszeiten: Bitte erkundigen Sie sich für die Öffnungszeiten im Café nebenan.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
Webseite: http://www.mcw.gov.cy/mcw/da
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Das Nonnenkloster des Agios Irakleidios

Irakleidios, Sohn eines heidnischen Priesters, wurde von den Aposteln Paulus und Barnabas zum Bischof von Tamassos geweiht. Im Alter von 60 Jahren starb er den Märtyrertod und wurde in der Höhle beigesetzt, in der er gelebt und von der aus er das Evangelium gepredigt hatte. Im Jahr 400 n. Chr. wurde über seinem Grab eine Kirche errichtet.

Das Kloster wurde mehrmals zerstört, jedoch immer wieder aufgebaut. Die heutigen Gebäude stammen aus dem Jahr 1773, als Erzbischof Chrysanthos die Kirche und die Klosterzellen restaurieren ließ. In der Kirche werden die Reliquien des Heiligen Irakleidios aufbewahrt. Das Kloster dient heute als Nonnenkloster.

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Politiko Dorf, 21 km südwestlich von Lefkosia
GPS-Koordinaten: Lat: 35.025445 Lon: 33.24353
Kontakt: Telefon: +357 22 623 950; Fax: +357 22 624 176
Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 08:00 – 12:30 und 15:30 – 18:00 Uhr.
Am Wochenende: 06:00 – 18:00 Uhr.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die anglikanische St.-Pauls-Kirche

Die Kirche stammt aus dem Jahr 1893, als Zypern ein Protektorat des Britischen Weltreichs war. Der Einfluss der Politik auf die Architektur wird in den Strukturelementen des Bauwerks ersichtlich, die an eine englische Pfarrkirche erinnern. Als christliches Gotteshaus ist die Kirche heute Teil der Diözese von Zypern und der Golfregion.

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Leoforos Lordou Vyronos
GPS-Koordinaten: Lat: 35.169675 Lon: 33.354655
Kontakt: Telefon: +357 22 677 897; Telefon/Fax: +357 22 445 221 (Geschäftsstelle)
Webseite: www.st-pauls-nicosia.com
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die Kirche des Erzengel Michael Trypiotis

Der Grundstein der Kirche wurde 1695 durch den Erzbischof Germanos II. gelegt. Die dreischiffige Kirche besitzt eine Kuppel, die beinahe quadratisch erscheint, und ist ein hervorragendes Beispiel der fränkisch-byzantinischen Architektur.

Sie ist aus aus geglättetem Kalkarenit (ein besonderer Kalkstein, in dem fossile Bruchstücke mit Bruchstücken anderer Kalkgesteine vermischt sind) gebaut und besitzt einen reich ausgestatteten Innenraum. In der Kirche finden sich neben einer herausragenden, von der italienischen Malerei des 15. Jahrhunderts beeinflussten Ikone auch Silberikonen aus der Zeit der osmanischen Herrschaft sowie eine ungewöhnlich breite Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen).

Einer Inschrift auf der östlichen Seite des Südeingangs zufolge wurde die Kirche 1695 (während der osmanischen Herrschaft) auf Kosten des Priesters Iakovos und christlicher Gemeindemitglieder gebaut.

Die mittelalterlichen Stadtmauern von Lefkosia (Nicosia)

Die mittelalterlichen Stadtmauern, die Lefkosia (Nicosia) auch heute noch umgeben, wurden im 16. Jahrhundert von den Venezianern errichtet. Die Mauern bilden einen Kreis, werden durch elf herzförmige Bastionen verstärkt und von einem 80 Meter breiten Graben geschützt. Nur der untere Teil der ansonsten aus Lehmziegeln gebauten Stadtmauern wird durch Steine gestützt. Nachdem die Osmanen Nicosia einnahmen, reparierten sie die Stadtmauern und bedeckten deren oberen Teil mit Steinen.

Die ursprünglichen Mauern wurden im 14. Jahrhundert von den Franken gebaut und schlossen ein noch viel größeres Areal ein. Als die Venezianer Nikosia schließlich einnahmen, rissen sie die von den Franken gebauten Mauern ab, die aufgrund ihres Alters keinen adäquaten Schutz mehr gegen die neuen Waffen der damaligen Zeit (wie z. B. Artillerie) boten. Außerdem waren die Mauern der Franken zum einen viel zu groß, um von der venezianischen Armee besetzt zu werden, und zum anderen standen sie zu dicht an den Hügeln im Osten und Südosten der Stadt.

Der Graben rund um die Mauern wird heute vielfältig genutzt und beherbergt u. a. Sportplätze, öffentliche Gärten, einen Open-Air-Skulpturenpark und Parkplätze.

GPS-Koordinaten: Lat: 35.16852 Lon: 33.36568

Das Herrenhaus des Hadjigeorgakis Kornesios mit Völkerkundemuseum

Das Ethnologische Museum – Haus des Hadjigeorgakis Kornesios in Nikosia bleibt ab dem 1. September 2026 aufgrund technischer Probleme bis auf Weiteres für die Öffentlichkeit geschlossen.

Das Herrenhaus ist eines der wichtigsten noch erhaltenen Gebäude des 18. Jahrhunderts in Nikosia. Es wurde von der Altertumsverwaltung restauriert und beherbergt heute das Völkerkundemuseum Zyperns. 1988 wurde das Gebäude mit dem „Europa Nostra“-Preis ausgezeichnet.

Das zweigeschossige, aus zyprischem Sandstein gebaute Herrenhaus stammt aus dem Jahr 1793 und war einst der Wohnsitz von Hadjigeorgakis Kornesios, dem berühmtesten Dolmetscher (der sog. Dragoman) Zyperns, der 1809 von den Osmanen hingerichtet wurde.

Das Gebäude in Form des griechischen Buchstaben Pi (Π) beherbergt einen zentralen Garten mit Brunnen und eine private Badeanstalt (Hammām) mit drei Bereichen. Im Erdgeschoss befanden sich einst die Unterkünfte der Bediensteten und die Küche. Vom Innenhof aus führte eine überdachte Treppe hinauf in den ersten Stock, in dem sich das offizielle Empfangszimmer, der Wohnbereich und der Empfangssaal befanden. Das offizielle Empfangszimmer am Ende des Ostflügels unterscheidet sich von den anderen Zimmern durch seine außergewöhnliche, aus Holz geschnitzte und vergoldete Bemalung, die vieler offizieller Empfangszimmer in anderen Herrenhäusern des Osmanischen Reiches ähnelt.

Mit Beginn der osmanischen Herrschaft über Zypern wurde das Amt des Dragomanen eingeführt, das schließlich 1821 wieder abgeschafft wurde – dem Jahr, in dem die Griechische Revolution (auch Griechischer Unabhängigkeitskrieg genannt) begann. Dragomanen fungierten als Kontaktperson zwischen dem Pascha (einem hochrangigen Offizier des Militärs) und der belagerten Bevölkerung. Nach dem Pascha waren die Dragomanen die zweitwichtigsten politischen Figuren.

Herrenhaus von Hadjigeorgakis Kornesios – Audio-Führung

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Patriarchou Grigoriou 20
Kontakt: Telefon: +357 22 305 316
Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 08:30 – 15:30 Uhr
Samstag: 09:30 – 16:30 Uhr
Montag und Sonntag geschlossen.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: FREI
Webseite: www.mcw.gov.cy/da
Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

 

Das Archontiko von Axiothea

Das Archontiko von Axiothea ist eine Villa in der Altstadt von Lefkosia (Nicosia) und eines der typischsten Beispiele für die städtische Architektur des 18. Jahrhunderts.

Das zweigeschossige Gebäude wurde in Nord-Süd-Ausrichtung in der Form des griechischen Buchstabens Pi (Π) gebaut und war ursprünglich viel größer als heute. Der Haupteingang befindet sich auf der östlichen Seite der Villa und führt in den Innenhof. An der West- und Südseite bildet jeweils ein Bogengang einen Portikus, der den Innenhof von den ihn umgebenden Räumlichkeiten trennt. Im Erdgeschoss der Villa befinden sich drei große Säle, zwei kleinere Zimmer und zwei Nebenräume. Das Obergeschoss beherbergt drei weitere Säle und zwei kleinere Zimmer.

Die Villa dient heute als Zentrum für kulturelle Aktivitäten, Ausstellungen und literarische Seminare der Universität Zypern.

Bezirk: Lefkosia
Adresse: Odos Axiotheas Street 9
Kontakt: Telefon: +357 22 894 532; Fax: +357 22 434 808
Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 08:30 – 14:30 Uhr.
Donnerstag: 15:00 – 18:00 Uhr (außer Juli – August).
Am Wochenende geschlossen.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Das Famagusta-Tor (Pyli Ammochostou)

Das Famagusta-Tor (Pyli Ammochostou) ist das größte von drei Eingängen, die durch die venezianischen Mauern, die ganz Nikosia umgaben, in die Stadt führten. Geschaffen wurden die Mauern im Jahr 1567 durch den berühmten Architekten Giulio Savorgnano.

Der Name des östlichen, ursprünglich als „Porta Giuliana“ bekannten Tors der Stadtmauern wurde später in „Famagusta-Tor“ geändert, weil es an der Straße liegt, die zur damals wichtigsten Hafenstadt Zyperns führte – Famagusta.

Das Famagusta-Tor wurde seitdem restauriert. Innerhalb der großen gewölbten Passage und den zwei angrenzenden Räumen befindet sich heute das Kulturzentrum der Gemeinde Nikosia. Das Tor besitzt einen imposanten inneren Eingang. Der äußere Eingang führt zum Graben, der sich rund um die Stadtmauern erstreckt.

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Leoforos Athinon
GPS-Koordinaten: Lat: 35.174328 Lon: 33.37106
Kontakt: Telefon: +357 22 797 660; Fax: +357 22 430 703
Öffnungszeiten: Oktober – April, Montag – Freitag 10:00 – 13:00 und 16:00 – 19:00 Uhr.
Mai – September, Montag – Freitag 10:00 – 13:00 und 17:00 – 20:00 Uhr.
Am Wochenende geschlossen.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
Webseite: www.nicosia.org.cy/en-GB/home/
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.