Der westliche Kulturwege

Entdecken Sie den Westen der Insel und begeben Sie sich auf weniger befahrenen Straßen zu versteckten Naturschätzen und unerwarteten kulturellen Entdeckungen, die das Bild einer Region malen, die gleichermaßen atemberaubend und reich an Geschichte ist.

Die Fahrt Richtung Polis Chrysochous befördert Sie augenblicklich in eine friedvolle Oase mit Küstencharme und einer wunderschönen Landschaft. Nur einen Steinwurf von Polis befindet sich das traditionelle Fischerdorf Lakki (auch bekannt als Latsi oder Latchi), das berühmt ist für seinen frischen Frisch, der aus den Fischernetzen direkt in den Küchen der Strandtavernen landet, in denen Einheimische und Besucher gleichermaßen traditionelle Mezedes genießen.

Bei einem Bootsausflug in das Herz der Felsenhöhlen können Sie gar nicht anders, als ins kühlende türkisfarbene Meer zu springen. Genauso, wie es Aphrodite, die griechische Göttin der Liebe und Schönheit, der Legende nach bereits vor vielen Jahrhunderten in den nahe gelegenen Bädern der Aphrodite tat. Ihre Grotte liegt inmitten einer idyllischen, üppigen Landschaft. Auf einem von duftenden Blumen und Kräutern umgebenen Wanderweg soll Aphrodite angeblich ihrem Liebhaber Adonis begegnet sein.

Weiter im Landesinneren werden Sie ein verschlungenes Labyrinth aus Dörfern entdecken, die über das Laona-Plateau verteilt sind, darunter Kathikas, Kritou Terra und Arodes. Dahinter dehnt sich der Akamas-Nationalpark in seiner ganzen wilden und natürlichen Schönheit bis nach Pomos aus, wo sich die Schlucht Avakas Gorge ihren Weg durch die zerklüftete Landschaft sucht und ihre Besucher staunend zurück lässt. Die natürliche Schönheit der Region zeigt sich auch in den unberührten, makellosen Stränden, die abgeschieden von Lärm und Menschenmengen liegen.

Bei einer Fahrt Richtung Pomos im Sonnenuntergang bietet sich ein atemberaubender Ausblick auf die Region und ihre Dörfer, deren Lichter wie Sterne in der Landschaft funkeln. Lassen Sie Ihre Fahrt entlang dieses romantischen Kulturwegs doch in einem der zahlreichen Lokale entlang der Küste ausklingen, von denen Sie einen unvergleichlichen Ausblick haben. Das perfekte Ende eines interessanten Tages!

Der östliche Kulturwege

Begeben Sie sich auf eine Reise durch die malerischen ländlichen Regionen im östlichen Teil der Insel, der sich seinen traditionellen Charme bewahrt hat und auch weiterhin dem Zahn der Zeit trotzt.

Der Kulturweg beginnt im Bezirk Ammochostos (Famagusta) und führt Sie zu den Bauerndörfern, die landläufig als Kokkinochoria, die roten Dörfer von Famagusta, bekannt sind. Der Name setzt sich aus den griechischen Wörtern für ‚rot‘ und ‚Dörfer‘ zusammen. Er spiegelt einzigartig die Tatsache wieder, dass die Kartoffeln, Erdbeeren und Wassermelonen, die hier im Überfluss wachsen, ihren köstlichen und unverwechselbaren Geschmack von der roten, mineralreichen Erde rund um die Dörfer erhalten.

Weiter in Richtung Larnaka (Larnaca) befindet sich hoch oben auf einem Berggipfel das griechisch-orthodoxe Stavrovouni-Kloster, das auf atemberaubende Weise isoliert zu sein scheint und aus einem klassischen Gemälde stammen könnte. Genießen Sie den Ausblick, bevor Sie sich in Richtung Lefkara aufmachen, einem reizenden Bergdorf, das berühmt ist für seine handgefertigte Spitze und seine filigranen Silberwaren.

Ein Spaziergang durch die engen, gewundenen Gassen von Lefkara führt Sie an traditionellen, mit Terrakottadächern gedeckten Häusern vorbei, vor denen die Frauen des Dorfes emsig dabei sind, bestickte Wäsche mit Spitze zu verzieren, die als Lefkara-Spitze oder ‚Lefkaritika‘ bekannt ist. Diese handwerkliche Kunst wird seit der venezianischen Epoche (1489 – 1570 n. Chr.) ausschließlich in Lefkara betrieben, als das Dorf ein Urlaubsort der Adligen war und venezianische Edelfrauen die Frauen des Dorfes in der erlesenen Kunst der Stickerei mit gezogenen und gezählten Fäden unterrichteten. Die Wäsche wurde zu einem wichtigen Handelsgut für Lefkara und war weltberühmt. Sogar Leonardo da Vinci kaufte bei seinem Besuch des Dorfes ein großes Tischtuch für den Altar des Mailänder Doms.

In ganz Lefkara floriert neben der Stickerei auch noch eine zweite Volkskunst: die Fertigung von Silberwaren. In diversen Werkstätten des Dorfes wird filigraner Silberschmuck hergestellt, der als ‚Trifouri‘ bekannt ist. Der Spinnwebeneffekt der wunderschönen handgefertigten Ohrringe, Anhänger und Broschen wird durch das Drehen von feinem Silber in verschiedene Designs erzielt. Gönnen Sie sich einen traditionellen Einkaufsbummel mit Spitze, Silberwaren und anderen regionalen Produkten, bevor Sie sich im Volkskundemuseum auf eine Reise in die Vergangenheit begeben.

Der antike Kulturwege

Entdecken Sie die historischen Wunder einer Insel, die im Laufe der Jahrhunderte viele Besucher hat kommen und gehen sehen, deren Zeichen sie auch heute noch trägt. Der Kulturweg, der den antiken Vorfahren Zyperns folgt, wird Sie zu den Abenteuern längst vergangener Epochen und heroischer Zeiten entführen. Er bietet eine Vielzahl archäologischer Ausgrabungsstätten, die von alten Siedlungen bis zu großen architektonischen Meisterleistungen reichen und allesamt von der glorreichen Vergangenheit Zyperns erzählen.

Beginnen Sie Ihre Reise an der Ostküste im antiken Stadtkönigreich Kition in Larnaka (Larnaca). Hier finden sich z. B. in Form von Tempeln die ersten eindeutigen Beweise dafür, dass die mykenischen Griechen im 13. Jahrhundert v. Chr. in Larnaka ankamen, gefolgt von den Phöniziern im 9. Jahrhundert.

Begeben Sie sich anschließend zwischen Larnaka und Lemesos (Limassol) in luftige Höhen, wo die neolithische (jungsteinzeitliche) Siedlung Choirokoitia stolz auf einem Hang thront. Die eindeutig erkennbaren zylindrischen Behausungen aus Stein und Schlamm erheben den Anspruch, die frühesten dauerhaften menschlichen Behausungen auf ganz Zypern zu sein. Die Stätte ist erstaunlich gut erhalten und gehört seit 1998 zum UNESCO-Weltkulturerbe.

Weiter entlang der Südostküste befindet sich das griechisch-römische Kourion, das in der Antike ein wichtiges Stadtkönigreich war und heute einer der Höhepunkte antiker Sehenswürdigkeiten auf Zypern ist. Das prächtige griechisch-römische Theater von Kourion wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. erbaut und im 2. Jahrhundert n. Chr. erweitert. Mittlerweile restauriert, dient es heute (hauptsächlich in den Sommermonaten) als Veranstaltungsort für Open-Air-Musik- und Theateraufführungen und bietet einen atemberaubenden Blick über die Mosaiklandschaft und das Meer.

Entlang der Küste Richtung Pafos (Paphos) wird die Geschichte weiter lebendig, denn die gesamte Stadt ist ein UNESCO-Weltkulturerbe. Zu verdanken hat sie diesen Status ihren weltberühmten Ausgrabungsstätten, die von Palaipafos (bei Kouklia) bis ins Herz von Kato Paphos reichen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören u. a. antike Villen mit wunderschönen Mosaiken sowie diverse Orte, die mit dem Kult rund um Aphrodite, der griechischen Göttin der Liebe und Schönheit in Verbindung gebracht werden, die der Legende nach in der Region dem Meer entstieg.

Die Aphrodite-Kulturwege

Wandeln Sie auf den Spuren einer Göttin

Wandeln Sie auf den Spuren von Aphrodite, der Göttin der Liebe und Schönheit und Beschützerin Zyperns. Entdecken Sie die archäologischen Ausgrabungsstätten, die einst dem Aphrodite-Kult gewidmet waren, und begeben Sie sich auf eine Reise durch die Geschichte, Kultur und Mythologie.

Zypern galt schon immer als die ‚Insel der Aphrodite‘. Welcher andere Ort der Welt kann sich schon damit rühmen, der Geburtsort der Göttin der Liebe und Schönheit zu sein? Homer erwähnt sie im 8. Jahrhundert v. Chr. als ‚Kypris‘ und ‚goldene‘ Aphrodite. Es gibt viele Mythen um Aphrodite, die ihren Ursprung womöglich auf Zypern haben, darunter z. B. die Mythen, die sich um Aphrodite und Hephaestus, Ares und Adonis ranken.

Ein historisch genaues Programm aus Kulturwegen, in deren Zentrum die Suche nach möglichen Spuren der Aphrodite auf Zypern steht, entführt Sie auf eine verwunschene Reise durch Palaipafos (in der Nähe des Dorfes Kouklia) in Paphos sowie die antiken Stadtkönigreiche Amathus in Lemesos (Limassol) und Kition in Larnaka (Larnaca). Diese Stätten sind alle mit anderen Orten und Museen verbunden, an denen Artefakte, die mit der Göttin in Verbindung stehen, bis heute überdauert haben. Unterwegs werden Sie alles über die Geburt der Aphrodite, die Göttin selbst und die Mythologie, die sie umgibt, erfahren. Außerdem lernen Sie die Rituale, Pflanzen und Muscheln kennen, die mit ihrem Kult in Verbindung gebracht werden.

Die tiefsten Verbindungen zu der Göttin hat jedoch das UNESCO-Weltkulturerbe Palaipafos, denn die Region hat eine zentrale Rolle in der Schöpfung (der sog. Genesis) der Kyprida Aphrodite gespielt und verbindet die interessantesten Orte des Kulturwegs miteinander. Darunter die wichtigste archäologische Hauptausgrabungsstätte von Palaipafos (bei Kouklia) und die prähistorische Siedlung bei Lempa aus der Kupfersteinzeit (dem sog. Chalkolithikum). Der Kulturweg umfasst außerdem eine Reihe an Museen, Naturgebieten und Naturpfaden in der Region.

Das antike Stadtkönigreich Amathus an der Bucht von Limassol wurde vermutlich im 12. bis 11. Jahrhundert v. Chr. von griechisch-mykenischen Siedlern gegründet. Es war eines der wichtigsten Königreiche, in denen der Kyprida Aphrodite gehuldigt wurde. An der archäologischen Hauptausgrabungsstätte von Amathus können Besucher die Überreste des Aphrodite-Tempels sehen und sich im archäologischen Museum des Bezirks Limassol genauer über die gefeierte Göttin informieren.

In Larnaka und der Region Agia Napa gibt es diverse Orte, die mit Aphrodite in Verbindung stehen. An der archäologischen Hauptausgrabungsstätte Kition-Kathari können Besucher die Verbindung der antiken Stadt Kition mit der Göttin Kyprida Aphrodite und dem Meer erkunden. Den Höhepunkt bildet dabei der Kyprida-Aphrodite-Naturpfad am Kap Greco in Protaras.

Nirgendwo sonst werden Sie Legende, Geschichte und Romantik so eng miteinander verbunden finden. Jede neue Entdeckung ist eine wunderbare Erinnerung an die besondere Verbindung zwischen Zypern und Aphrodite.

Die komplette Broschüre mit Einzelheiten rund um die Verbindung Zyperns zu Aphrodite, ihre historischen Spuren sowie allen Informationen zu den diversen Orten, die mit der Göttin in Verbindung gebracht werden, finden Sie hier.

Das Troodos-Umweltzentrum

In der Nähe vom Troodos-Platz (Plateia Troodous) befindet sich das Troodos Environmental Centre. Es bietet Informationen rund um den Troodos-Nationalpark und liefert einen Einblick in seine ökologische Bedeutung, die Topografie des Bergmassivs sowie in die Einrichtungen und Aktivitäten, die der Troodos-Nationalpark seinen Besuchern bietet.

Im Empfangsbereich des Umweltzentrums können sich interessierte Besucher in einer Galerie und einem Filmtheater über die Geologie, Flora und Fauna des Troodos-Gebirges informieren. Auf einem kleinen botanischen und geologischen Pfad, der an das Zentrum angeschlossen ist, können Besucher einen guten Querschnitt an Pflanzen und Felsformationen bestaunen. Das Umweltzentrum besitzt auch einen kleinen Shop.

Bezirk: Troodos-Region [Bezirk Lemesos (Limassol)]
Adresse: Plateia Troodous, 45 km nördlich von Lemesos
Kontakt: Telefon.: +357 25 420 145
Öffnungszeiten: November-März: Montag-Freitag: 09:00-14:30 Uhr, Sa-So: geschlossen
Juni-August: Montag-Freitag: 09:00-14:30 Uhr, Samstag-Sonntag: 10:00-16:00 Uhr
September-Oktober: Montag-Freitag: 09:00-14:30 Uhr, Samstag: geschlossen, Sonntag: 10:00-16:00 Uhr
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen (außer am 15. August) geschlossen.
Eintrittspreis: Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren: €1,00 pro Person/Kind
Webseite: www.moa.gov.cy/moa/fd/fd.nsf
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Der botanische Garten der Troodos-Region

Im 1.400 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Troodos Botanic Garden wird nicht nur die Flora des Troodos-Gebirges gezeigt. Besucher können sich im Herbarium außerdem eine Sammlung getrockneter und gepresster Pflanzen und Pflanzenteile ansehen.

Der botanische Garten wurde 2010 eröffnet und befindet sich in einer geschützten Region, die zum Natura-2000-Netzwerk gehört. Er liegt in der Nähe der stillgelegten Asbestgrube im Troodos-Nationalpark (Troodos National Forest Park), an der Straße zwischen Karvounas und Troodos und neben dem Troodos Geopark. Der botanische Garten der Troodos-Region ist ein wichtiger Teil der Instandsetzung der Grube.

Er ist einer von drei botanischen Gärten auf Zypern. Die beiden anderen Gärten befinden sich im Athalassa-Nationalpark [Lefkosia (Nicosia)] und auf der Akamas-Halbinsel [Pafos (Paphos)]. Die Flora des botanischen Gartens umfasst häufig vorkommende, seltene und gefährdete Spezies. Der Garten selbst ist thematisch in die folgenden Abschnitte unterteilt: Endemisch wachsende Pflanzen, Flussvegetation, Baumschule (Arboretum) sowie aromatische und traditionelle Gartenpflanzen.

Zu den Exponaten gehören ein Gartenschema, eine kurze Dokumentation zur Vegetation des Troodos-Gebirges, eine bildliche Darstellung der vertikalen Verteilung der Troodos-Vegetation, eine elektronische Datenbank der zyprischen Flora, eine elektronische Präsentation zur Flora der vier Jahreszeiten sowie die Geschichte der Asbestgrube bei Pano Amiantos und ihrer Instandsetzung.

Mithilfe von Stereoskopen können Besucher außerdem frische und getrocknete Pflanzen im Detail studieren.

Bezirk: Troodos-Region [Bezirk Lemesos (Limassol)]
Adresse: An der Straße zwischen Karvounas und Troodos
Kontakt: Telefon.: +357 25 550 092, Fax: +357 25 550 092
Öffnungszeiten: April – September, Montag – Freitag: 09:00 – 14:00 Uhr / Am Wochenende, am 1. und 28. Oktober und am 24. Dezember: 10:00 – 16:00 Uhr
20. Juli bis 20. August, Montag – Freitag: 09:00 – 14:00 Uhr / Am Wochenende: 09:30 – 17:00 Uhr
Oktober – Januar, Montag – Freitag: 09:00 – 14:00 Uhr / Sonntag: 10:30 – 15:00 Uhr.
Wann: Das ganze Jahr über.
Geschlossen am 1. Weihnachtsfeiertag, am Neujahrstag, am Ostersonntag des griechisch-orthodoxen Osterfestes sowie an bestimmten gesetzlichen Feiertagen.
Eintrittspreis: Kostenlos
Webseite: www.amiandos.eu
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Der Troodos Geopark

Der Troodos Geopark wurde nach einer 10jährigen Entstehungsphase im Jahr 2015 eröffnet und wird auch künftig ständig weiterentwickelt.

Er liegt in der Nähe der stillgelegten Asbestgrube im Troodos-Nationalpark (Troodos National Forest Park), an der Straße zwischen Karvounas und Troodos. Neben dem Geopark befindet sich der botanische Garten der Troodos-Region (Troodos Botanic Garden).

Der Troodos Geopark umfasst einen Bildungsbereich (den Educational Yard), einen Aussichtspunkt und ein Besucherzentrum, in dem die Geologie des Troodos-Gebirges durch diverse interaktive und Hightech-Schautafeln erklärt wird.

In der Ausstellungshalle sind geomorphologische Gesteine der Region ausgestellt und im Vorführraum wird neben der Entstehung der Insel Zypern aus dem Meer auch die Bedeutung der Geologie des Troodos gezeigt. Der Geopark beherbergt außerdem eine Fachbibliothek.

Bezirk: Troodos-Region [Bezirk Lefkosia (Nicosia)]
Adresse: An der Straße zwischen Karvounas und Troodos
Kontakt: Telefon:  +357 25752401, email: [email protected]
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 09:00 – 16:00 Uhr.
Wann: Das ganze Jahr über.
Eintrittspreis: Erwachsene: €3,00 pro Person
Kinder von 6 bis 18 Jahren: €2,00 pro Kind.
Kinder unter 6 Jahren: kostenlos.
Vorzugspreise für geführte Gruppen ab 10 Personen.
Webseite: www.troodos-geo.org
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Das Zederntal

Dort, wo Lefkosia (Nicosia), Pafos (Paphos) und Lemesos (Limassol) aufeinandertreffen, liegt die atemberaubende Bergregion des Cedar Valley idyllisch inmitten des Paphos-Waldes. Charakteristisch für das Tal sind die tausenden, endemisch wachsenden Zypern-Zedern (Cedrus brevifolia), die eng mit der Libanon-Zeder (Cedrus libani) verwandt sind. Das Zederntal, das aufgrund seiner friedlichen Abgeschiedenheit sehr beliebt ist, bietet aber auch Kalabrischen Kiefern (Pinus brutia) einen Lebensraum.

Durchkreuzt wird die Region von der Landstraße, die das Dorf Panagia mit dem Kykkos-Kloster (Panagia tou Kykkou) verbindet und sich Richtung Stavros tis Psokas erstreckt, einer weiteren Bergregion und Heimat des zyprisches Mufflons (Ovis gmelini ophion), einem endemischen und scheuen Wildschaf, das nur auf Zypern zu finden ist.

Bei einem Spaziergang in der Region lohnt sich ein Besuch bei den Überresten dreier alter venezianischer Gebirgsbrücken, die einen interessanten Kontrast zur Natur bilden.

Der Salzsee von Akrotiri

Südwestlich von Lemesos (Limassol) liegt der Salzsee von Akrotiri, das größte Binnengewässer Zyperns. Er gilt als eines der wichtigsten Feuchtbiotope im östlichen Mittelmeerraum.

Im Winter füllt sich der 10,65 Quadratkilometer große See mit Wasser und bietet Zugvögeln von November bis März eine Heimat, darunter tausende von Rosaflamingos (Phoenicopterus roseus), Kranichen, Greifvögeln und Zug-Watvögeln, für der See mit einer Tiefe von größtenteils etwa dreißig Zentimetern einen angenehmen Zwischenstopp darstellt. Der tiefste Punkt des Sees liegt 2,7 Meter unter dem Meeresspiegel und die größte Wassertiefe bei etwa einem Meter.

Der grundlegendste Bestandteil in der Nahrungskette des Ökosystems rund um den Salzsee ist der kleine Feenkrebs (Eubranchipus (Siphonophanes) grubii), von dem alles andere Leben stark abhängt. Können Flamingos und andere Wasservögel keine Feenkrebse finden, verlassen sie den Salzsee und setzen ihre Reise zum Salzsee von Larnaka oder südlich in Richtung Afrika fort.

Mit einem geringeren Salzgehalt als der Salzsee von Larnaka (Larnaca) ist der von Röhricht gesäumte Salzsee von Akrotiri ein wichtiger natürlicher Lebensraum. Er trocknet normalerweise im Sommer aus, was aber nicht immer der Fall ist. Geologen haben die Hypothese aufgestellt, dass der See entstanden ist, nachdem eine kleine küstennahe Insel nach und nach mit dem Festland verwachsen ist.

Das Umweltbildungs- und Informationszentrum in Akrotiri

Das Environmental Education and Information Centre im Dorf Akrotiri hat seine Tätigkeit im Jahr 2004 mit dem Ziel aufgenommen, die einzigartige ökologische und kulturelle Bedeutung der Halbinsel Akrotiri durch Bildungsprogramme und Ausstellungen zu fördern.

Das Zentrum besitzt einen Ausstellungssaal, eine Bibliothek, einen Vorführraum sowie einen Stand zur Tierbeobachtung, und bietet für Schulklassen Bildungsprogramme zur Geschichte und den Lebensräumen der Region an. Besucher können sich Exponate in Zusammenhang mit der geschützten Halbinsel Akrotiri und der geologischen Formation der Region ansehen und den Ausblick auf den in der Nähe gelegenen Salzsee genießen.

Bezirk: Lemesos (Limassol)
Adresse: Akrotiri Dorf, 14 km westlich von Limassol
Kontakt: Telefon: +357 25 826 562, Fax: +357 25 826 563
Öffnungszeiten: Montag – Freitag: 07:30 – 14:00 Uhr und Sonntag: 09:00 – 13:00
Samstag und Sonntag: Geschlossen
Wann: Das ganze Jahr über.
Geschlossen am 1. Weihnachtsfeiertag, am Neujahrstag und am Ostersonntag des griechisch-orthodoxen Osterfestes.
Eintrittspreis: Kostenlos.
Barrierefreier Zugang: Einrichtungen für Behinderte.
Webseite: https://www.sbaadministration.org/index.php/galleries/sba-home/aeec-home
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.