Die Omeriye-Moschee

Die Omeriye-Moschee war im Mittelalter eine der Heiligen Maria geweihte Klosterkirche der Augustiner-Eremiten. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert und war während der Herrschaft des Hauses Lusignan über Zypern eine der drei größten Klosterkirchen der Stadt. Zu der ursprünglich sechs Hektar großen Klosteranlage gehörten Gärten, Obstplantagen, ein Weizen- und Gerstenfeld sowie eine Zuckerplantage.

Im Jahr 1571 wurde das Kloster von Lala Kara Mustafa Pascha, dem osmanischen Eroberer Zyperns, in eine Moschee umgewandelt, da er glaubte, dass die ursprüngliche Kirche an der Stelle errichtet wurde, an der der Kalif Omar einst bei seinem Besuch auf Zypern Rast machte. Durch osmanischen Artilleriebeschuss im Jahr 1570 wurde die ursprüngliche Kirche schwer beschädigt. Während des Wiederaufbaus der Kirche als Moschee wurde aus Grabsteinen der Lusignan-Epoche ein neuer Fußboden für die Gebetsstätte geschaffen.

An der östlichen Seite der Moschee können Besucher heute noch die Überreste eines spätvenezianischen Gebäudes erkennen.

Moschee Omeriye – Audio-Führung

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Odos Trikoupi & Plateia Tyllirias
GPS-Koordinaten: Lat: 35.172071 Lon: 33.365536
Öffnungszeiten: Tagsüber zu jeder angemessenen Zeit, außer zu Gebetszeiten.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die Kirche des Heiligen Georg in Lazanias Dorf

Die aus Holz herausgearbeitete Kirche des Heiligen Georg befindet sich im historischen Dorf Lazanias und stammt aus dem Jahr 1855.

Eine Inschrift in der Kirche erinnert an den 27. April 1865, als ein Priestermönch die Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen) auf eigene Kosten vergoldete. Interessant sind auch die kunstvoll geschnitzte Gynaikonitis (ein Bereich nur für Frauen) und die drei Tongefäße auf dem Boden der Kirche, die während der Messe für eine bessere Akustik sorgten. Das Dach ist von einer ungewöhnlichen Pflanzendekoration überzogen.

Der Name des Dorfes Lazanias geht zurück auf das Wort ‚Lusignan‘ und auf einen Bauernhof der Kreuzritter des Hauses Lusignan, der den Ausgangspunkt des Dorfes bildete.

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Lazanias Dorf
Kontakt: Telefon: +357 99 374 944 (Ansprechpartner: Frau Fryni Papadopoulou)
Öffnungszeiten: Zum Sonntagsgottesdienst einmal im Monat.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die archäologische Ausgrabungsstätte des antiken Idalion

In der Nähe des Dorfes Dali befindet sich einer der wichtigsten Orte Zyperns: die archäologische Ausgrabungsstätte des antiken Idalion. Viele der hier gemachten Funde sind heute in einigen der renommiertesten Museen der Welt ausgestellt.

Das antike Stadtkönigreich Idalion wurde von Chalkanor, Held des trojanischen Krieges und Nachkomme von Teukros (dem Errichter von Salamis) gegründet. Der antiken Mythologie zufolge wurde Adonis, der Geliebte der Aphrodite, in der Gegend von Idalion von einem Eber getötet, der von Aphrodites eifersüchtigem Liebhaber Ares (olympischer Gott des Krieges) geschickt worden war.

Das Königreich blühte bis in die Mitte des 5. Jahrhunderts v. Chr., als seine Hauptstadt durch die phönizischen Könige von Kition belagert und eingenommen wurde. Von den zutage geförderten Fundstücken beider Siedlungen und Friedhöfe der Region lassen sich die ältesten, bei Agridi gefundenen Überreste auf das 7. und 5. Jahrhundert v. Chr. zurückdatieren.

Die archäologische Ausgrabungsstätte beherbergt ein Museum und Besucherzentrum mit ausgestellten Fundstücken und ist Teil des Aphrodite-Kulturwegs.

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Dali Dorf
Kontakt: Telefon: +357 22 444 818
Öffnungszeiten: 16. Montag – Freitag: 08:30 – 16:00 Uhr.
Am Wochenende geschlossen.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: €2,50
Geführte Gruppen mit mehr als 10 Personen erhalten einen Nachlass von 20% auf den Eintrittspreis.
Spezielle Eintrittskarten, die für alle Museen und antiken Monumente gelten, sind bei der zyprischen Altertumsverwaltung erhältlich: Tageskarte (1 Tag): €8,50; Drei-Tages-Karte (3 Tage): €17,00; Wochenkarte (7 Tage): €25,00.
Barrierefreier Zugang: Rollstuhlgerecht.
Webseite: http://www.mcw.gov.cy/mcw/da
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die Heilige-Kreuz-Kirche

Die 1902 errichtete Heilige-Kreuz-Kirche befindet sich in der Nähe des Pafos-Tors (Paphos Gate), einem von drei Eingängen, die durch die venezianische Stadtmauer von Lefkosia (Nicosia) in die Stadt selbst führen. Die architektonisch schlicht gehaltene Kirche lässt sich keiner bestimmten Stilrichtung zuordnen. Die Fassade der Kirche wird von einer Fensterrose (ein kreisrundes Fenster mit filigranem Maßwerk) mit dem Jerusalemkreuz aus Buntglas geschmückt. Unter der Fensterrose befindet sich das Wappen der Kustodie des Heiligen Landes (der Ordensorganisation der Franziskaner im Heiligen Land).

Bezirk: Lefkosia
Adresse: Paffos-Tor
Kontakt: Telefon: +357 22 662 132; Fax: +357 22 660 767
Webseite: www.cypruscatholicchurch.org
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Der Omeriye-Hammām

Die türkischen Omeriye-Hammām-Bäder wurden im 16. Jahrhundert von dem osmanischen General (und kurzzeitigem Großwesir) Lala Kara Mustafa Pascha als Geschenk an die Stadt gebaut. Der Badekomplex war dem Kalifen Omar gewidmet, der auch Namensgeber für den Hammām war.

Nach einer langen Stilllegung wurden die Bäder restauriert und erstrahlen wieder in ihrem alten Glanz. Dafür wurden sie im Jahr 2005 mit dem „Europa Nostra“-Preis ausgezeichnet. Heute stehen sie der Öffentlichkeit für Dampfbäder und andere erholsame Behandlungen offen.

Ganz in der Tradition osmanischer Bäder gibt es auch in diesem Hammām drei Hauptbereiche: den Umkleide- und Ruheraum, der über einen lauwarm gehaltenen Zwischenbereich in die Warm- und Heißräume führt. In der Antike wurde das Verweilen in heißen und feuchten Umgebungen als Mittel zur Erhaltung der allgemeinen Gesundheit geschätzt und war Teil eines Reinigungsrituals.

Bezirk: Lefkosia (Nicosia)
Adresse: Plateia Tyllirias 8
GPS-Koordinaten: Lat: 35.172466 Lon: 33.365443
Kontakt: Telefon: +357 22 460 006
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag: 10:30 – 21:30 Uhr (für Herren); andere Zeiten für Paare und Frauen.
Montag geschlossen.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Je nach genutztem Angebot; bitte informieren Sie sich im Vorfeld direkt im Hammām.
Webseite: www.hamamomerye.com
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die Faneromeni-Kirche

Die Faneromeni-Kirche wurde 1872 innerhalb der Stadtmauern von Lefkosia (Nicosia) gebaut. Sie befindet sich in der Onasagorou Street und ist eine der größten Kirchen der zyprischen Hauptstadt.

Das Marmormausoleum im östlichen Teil der Kirche enthält die Reliquien der Bischöfe und Priester, die am 9. Juli 1821 durch die Osmanen hingerichtet wurden. Gegenüber der Kirche befindet sich die Faneromeni-Schule, eine der traditionsreichsten akademischen Einrichtungen Zyperns.

Die Bayraktar-Moschee

Diese osmanische Moschee befindet sich im Süden der Stadt, neben dem Ochi-Markt, am westlichen Ende der Constanza-Bastion. Der Name der Moschee leitet sich vom türkischen Wort für Flagge („bayrak“) ab.

Sie wurde hier zu Ehren des Flaggenträgers errichtet, der während der Belagerung Lefkosias (Nicosias) durch die osmanischen Streitkräfte im Jahr 1570 zuerst auf die Stadtmauer kletterte. Das Grab des Flaggenträgers wurde jedoch erst im Jahr 1764 errichtet. Die Moschee selbst stammt aus dem Jahr 1820 und wurde nach Restaurierungsarbeiten Ende 2003 als Gebetsstätte wiedereröffnet.

Bezirk: Lefkosia
Adresse: Konstantinou Paleologou (neben dem  Ochi-Markt)
GPS-Koordinaten: Lat: 35.169118 Lon: 33.365441
Wann: Nur während wichtiger religiöser muslimischer Feiertage.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Das alte und das neue erzbischöfliche Palais

Das neue Erzbistum, Sitz der orthodoxen Kirche Zyperns, wurde 1960 im neobyzantinischen Stil errichtet und beherbergt die Privaträume des 1977 verstorbenen Erzbischofs Makarios III. Neben dem neuen erzbischöflichen Palais befindet sich das alte Palais aus dem Jahr 1730, in dessen Erdgeschoss sich heute das Ethnografische Museum befindet.

GPS-Koordinaten: Lat: 35.172821 Lon: 33.36815

Das Kloster des Erzengel Michael (Archangelos Michael)

Das Kloster liegt an der Straße zwischen Lefkosia (Nicosia) und Anthoupolis. Die Klosterkirche stammt aus der byzantinischen Epoche und wurde vom Erzbischof Nikiforos gegründet, dessen Grabstätte heute in der inneren Kirchenvorhalle (dem sog. Narthex) zu sehen ist. Sie wurde 1636 erneuert und 1713 an das Kykkos-Kloster abgetreten.

Die Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen) stammt aus dem Jahr 1650 und das Fresko, das den Erzengel Michael (Archangelos Michael) zeigt, aus dem Jahr 1785. Das Kloster beherbergt heute das Forschungszentrum des Kykkos-Klosters.

GPS-Koordinaten: Lat: 35.131723 Lon: 33.310905

Die Kathedrale Agios Ioannis

Die Kathedrale Agios Ioannis befindet sich innerhalb der Stadtmauern von Lefkosia (Nicosia), und zwar an der Stelle, an der im 14. Jahrhundert ursprünglich die Kapelle der Benediktinerabtei stand, die dem Evangelisten Agios Ioannis von Bibi geweiht war.

Erzbischof Nikiforos baute die Klosterkapelle 1662 aus ihrem Fundament neu auf. Dem Apostel Johannes gewidmet (der auch den Beinamen „der Theologe“ trägt) blieb das Gotteshaus bis ins 18. Jahrhundert zunächst ein Kloster, bis es schließlich durch Erzbischof Sylvester zur Kathedrale und zum Sitz des orthodoxen Erzbistums auf Zypern erhoben wurde.

Die kleine einschiffige Kirche im fränkisch-byzantinischen Stil besitzt ein Tonnengewölbe, äußere Strebepfeiler und einen Westportikus. Im Gegensatz zum bewusst bescheiden gehaltenen Äußeren, das durch die osmanische Herrschaft verlangt wurde, erscheinen die vergoldeten Holzarbeiten und das durch Kristalllüster hell erleuchtete Innere der Kirche besonders prunkvoll. In der Tradition der zyprischen Handwerkskunst des 18. Jahrhunderts wurden die Holzschnitzereien mit Blattgold überzogen. Die Kathedrale Agios Ioannis ist heute das einzige Gotteshaus in ganz Nikosia, dessen Fresken im Inneren vollständig erhalten geblieben sind.

Die vier großen Ikonen an der Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen) wurden 1795 und 1797 von dem aus Kreta stammenden Meister Ioánnis Kornáros gemalt. Die Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert stellen Szenen aus der Bibel und die Entdeckung der Grabstätte des Heiligen Barnabas in Salamis dar.

Bezirk: Lefkosia
Adresse: Plateia Archiepiskopou Kyprianou (neben dem Erzbistum)
Öffnungszeiten: 16. Montag – Freitag: 08:00 – 12:00 und 14:00 – 16:00 Uhr.
Samstag: 09:00 – 12:00 Uhr (und während der Messe).
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.