Kato Pyrgos dorf

Kato Pyrgos liegt zwar im Bezirk Lefkosia (Nicosia), ist aufgrund der türkischen Invasion von 1974 heute aber nur noch über den Bezirk Paphos, genauer gesagt über die Autobahnen A1 und A6, erreichbar. Besucher, die nach Kato Pyrgos möchten, folgen von Paphos aus der B7 und dann der E704. Das Dorf befindet sich im Herzen der wunderschönen Tylliria-Region.

Kato Pyrgos wurde an den nördlichen Ausläufern des Troodos-Gebirges gebaut und vereint auf einzigartige Weise Küste und Berghänge miteinander. Seine malerische Umgebung mit Stränden und Bergen sowie der frische Fisch aus dem Fischereigebiet des Dorfes machen Kato Pyrgos zu einem beliebten Urlaubsort.

Zu den interessantesten Sehenswürdigkeiten gehören die historisch bedeutende Kapelle der Panagia tis Galoktistis (Jungfrau Maria) mit Hagiografien (der Darstellung des Lebens von Heiligen) aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Der Legende nach wurde die Kapelle mit Milch (griechisch ‚galoktistis‘) gebaut, nachdem die Jungfrau Maria die Gebete der Dorfbewohner zur Heilung ihrer kranken Schafe erhört hatte.

Auf dem Dorfplatz steht eine alte Eiche aus dem Jahr 1898, die heute mehr als 20 Meter groß ist.Auf den nahe gelegenen Feldern werden verschiedene Obstsorten angebaut. Besonders berühmt ist das Dorf aber für seine Pfirsiche. Kato Pyrgos ist außerdem einer der wichtigsten Erzeuger natürlicher Holzkohle auf ganz Zypern.

Katydata dorf

Das kleine Dorf Katydata im Bezirk Lefkosia (Nicosia) ist etwa 56 km von der Hauptstadt Zyperns entfernt und kann über die B9 in Richtung der Bergregion des Solea-Tals erreicht werden.

Durch das Dorf fließen zwei Flüsse, der Karkotis und der Setrahos, die Katydata seinen Namen geben, der sich von den Wörtern ‚kato‘ (unter) und ‚ydor‘ (Wasser) ableitet. Katydata hat seinen Namen über die Jahrhunderte beibehalten und wurde im Mittelalter ‚Cattidata‘ genannt.

Die Hauptkirche des Dorfes ist dem Heiligen (Agios) Ioannis Theologos gewidmet und wurde 1870 auf den Überresten einer noch älteren Kirche errichtet.

In der nahe gelegenen Kupfermine Skouriotissa wurde seit der Antike Kupfer abgebaut. Sie war (und ist!) die größte Kupfermine Zyperns und die einzige, die auch heute noch in Betrieb ist. Mit dem hier gewonnenen Kupfer werden noch immer Kupferkathoden hergestellt. Ganz in der Nähe befindet sich ein interessantes Museum rund um die Bergbauaktivitäten der Region.

Gourri dorf

Das kleine Bergdorf Gourri im Bezirk Lefkosia (Nicosia) liegt am Fuße des Machairas-Gebirgswaldes in der Pitsilia-Region. Es ist etwa 36 km von der Hauptstadt Zyperns entfernt und kann über die E903 und die E904 erreicht werden.

Zur Gründung des Dorfes und zur Entstehung seines Namens existieren unterschiedliche Versionen. Eine Version besagt, dass Gourri um das Jahr 800 n. Chr. gegründet wurde und sein Name auf den Stamm der Kourries zurückgeht, der die Ostseite des Berges beherrschte. Einer anderen Version zufolge geht der Name Gourri auf den fränkischen Feudalherren Jacob de Gourr zurück.

Neben seinem charmanten Charakter und dem malerischen Ausblick hat das Dorf auch die Kirche des Agios Georgios und ein interessantes Volkskunstmuseum zu bieten, das 2015 eröffnet wurde. Laut einer alten Inschrift im Innenraum der Kirche fand die Einweihung am 24. Mai 1898 statt. Einige Teile der Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen) stammen jedoch aus dem Jahr 1906.

Ein Besuch in Gourri ist die perfekte Gelegenheit, um lokale und traditionelle hergestellte Süßigkeiten und Eingemachtes wie z. B. Marmeladen und Glyko tou Koutaliou („Löffelsüßigkeiten“ aus kandiertem und in Sirup eingelegtem Obst und Gemüse) zu erwerben, die allesamt von den Frauen des Ortes hergestellt wurden. Nur eine kurze Autofahrt von Gourri entfernt liegen das malerische Dorf Fikardou und das Machairas-Kloster.

Fikardou dorf

Das historische Dorf Fikardou im Bezirk Lefkosia (Nicosia) liegt 900 Meter über dem Meeresspiegel in der Pitsilia-Region. Der abgelegene und idyllische Ort kann über die E903 und die E904 erreicht werden.

Der Name Fikardou geht angeblich auf das griechische ‚figa andron‘ (‚Flüchtlingsversteck‘) und die Flüchtlinge zurück, die von zwei Stämmen angeworben wurden, die die Region zwischen 400 und 800 n. Chr. beherrschten.

Das heutefast vollständig verlassene Dorf wurde 1978 zum Nationaldenkmal erklärt und 1987 mit dem „Europa Nostra“-Preis ausgezeichnet. Zur Erhaltung der Häuser aus dem 18. Jahrhundert mit ihrem bemerkenswerten Gebälk und der volkstümlichen Architektur wurde Fikardou inzwischen vollständig restauriert. Zwei dieser Häuser, das Haus des Katsinioros und das Haus des Achilleas Dimitri, befinden sich heute im Besitz der zyprischen Altertumsverwaltung und wurden zu Museen gemacht, in denen ländliche Gegenstände ausgestellt sind und das Leben auf dem Land in längst vergangenen Zeiten nachgezeichnet wird.

Nach einem Rundgang durch das Dorf werden Besucher in dem kleinen, gemütlichen Kaffeehaus von Fikardou auf traditionelle zyprische Weise willkommen geheißen. Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit ist das etwa 15 Minuten von Fikardou entfernte Machairas-Kloster.

GPS-Koordinaten: Lat: 34.95927 Lon: 33.171481

Agros dorf

Im Troodos-Gebirge, genauer gesagt in der Pitsilia-Region des Bezirks Lemesos (Limassol), liegt das Dorf Agros 1.100 Meter über dem Meeresspiegel. Agros kann von Limassol aus über die B8 (vom Kreisverkehr von Polemidia aus), dann über die E801 und die F948 erreicht werden.

Wie ein Amphitheater zwischen die Berge gebaut, liegt Agros eingebettet inmitten einer atemberaubenden Umgebung mit Panoramablick auf die Wälder, und ist ein fantastisches Ziel für Ferien auf dem Bauernhof. Agros hat sich seinen traditionellen Charakter und seine traditionellen Bräuche bis heute bewahrt, und baut nach wie vor eine Vielzahl an Obst und Gemüse an.

Das Dorf ist berühmt für seine Rosen und die Herstellung von Räucherwaren (wie Würstchen, Lountza und Hiromeri), selbstgemachten Marmeladen und Süßigkeiten. Besucher können sich die traditionellen Verfahren zur Destillation von Rosenöl sowie zur Herstellung von Süßigkeiten und Fleischwaren in den jeweiligen Produktionsstätten ansehen.

Der Name des Dorfes stammt von den 40 Mönchen, die während der der ikonoklastischen Epoche (dem sog. Bildersturm) aus Kleinasien (Anatolien) nach Zypern kamen, und das Dorf nach dem Ort benannten, den sie verlassen hatten: ‚Megas Agros‘. Die Mönche errichteten ein Kloster, an dessen Stelle heute die Kirche der Panagia Agros steht.

Avgorou dorf

Das Dorf Avgorou im Bezirk Ammochostos (Famagusta) ist eines der sog. roten Dörfer von Famagusta, die landläufig als Kokkinochoria bezeichnet werden und berühmt sind für ihre Agrarerzeugnisse. Als Bauerndorf baut Avgorou köstliche Kartoffeln, aromatisches Gemüse und saftige Zitrusfrüchte an, die aufgrund der mineralreichen und unverwechselbar roten Erde hier wunderbar gedeihen.

Das Dorf hat eine historische Vergangenheit und wurde nach den Bädern von König Evagoras benannt, dem König des antiken Stadtkönigreichs Salamis. Archäologische Funde, die in der Region zutage gefördert wurden, lassen sich bis in die dritte Periode der Spätbronzezeit zurückdatieren. Avgorou besitzt eine Vielzahl interessanter, alter Gebäude und historischer Kirchen, darunter die Kirche der Apostel Petrus und Paulus und das Kloster des Agios Kendeas.

Zu Ehren der Heiligen werden jedes Jahr zwei religiöse Feste gefeiert. So wird am 29. Juni der Apostel Petrus und Paulus, und am 6. Oktober dem Heiligen (Agios) Kendeas gedacht. Besucher sind bei den traditionellen Festlichkeiten mit Ständen, Unterhaltung sowie Speis und Trank aus der Region jederzeit herzlich willkommen.

Interessant sind auch das ethnografische Museum, in dem das Alltagsleben der Dorfbewohner in der Vergangenheit nachgezeichnet wird, sowie das jährlich im Juli stattfindende Kartoffelfest von Avgorou, bei dem die gute Ernte des berühmtesten Agrarerzeugnisses des Dorfes gefeiert wird.

Drouseia dorf

Das schmucke kleine Dorf Drouseia liegt 630 Meter über dem Meeresspiegel im Bezirk Pafos (Paphos), genauer gesagt in der Bergregion von Laona. Der Name des Dorfes stammt von dem griechischen Wort für kühl (‚drosera‘) ab und ist recht passend gewählt, da er sich auf die kühle Brise bezieht, die von der Akamas-Halbinsel heraufzieht.

Drouseia liegt 30 km von Paphos und 10 km von Polis entfernt und kann entweder über die B7 und die E711 oder über die E709 und die F708 erreicht werden.

Das Dorf hat sich seinen traditionellen Charakter durch seine Steinhäuser mit ihren geschnitzten Türen und Fenstern sowie durch seine engen gewundenen Gassen bewahrt, die einen atemberaubenden Ausblick über die Hänge und Küste bieten. Die ruhige und traditionelle Umgebung macht Drouseia zum perfekten Ort für Ferien auf dem Bauernhof. Unterkünfte können in vielen kleinen Hotels, aber auch in den Steinhäusern selbst gebucht werden.

Die Tavernen des Dorfes sind in der Region bekannt für ihre hervorragende zyprische Küche und ihre warme, familiäre Atmosphäre.

In Drouseia befindet sich auch das alte Kloster des Agios Georgios Nikoxilitis aus dem 15. Jahrhundert. Nachdem es bei einem Feuer zerstört wurde, wurde es 1923 wieder aufgebaut.

Athienou dorf

Das Dorf Athienou im Bezirk Larnaka (Larnaca) ist eine große Gemeinschaft, die auf halbem Wege zwischen den Städten Lefkosia (Nicosia) (38 km) und Larnaka (33 km) liegt, und über die A3, dann die B17 oder über die A2 und die B2 erreicht werden kann.

Athienouist seit der Jungsteinzeit (dem sog. Neolithikum) besiedelt und die Weiterführung des antiken Stadtkönigreichs Golgoi.

Das Dorf ist berühmt für sein köstliches traditionelles Brot, das in der Region als ‚Athienitiko‘ bekannt ist, für sein Gebäck und seine Milchprodukte, deren Produktion von Besuchern beobachtet werden kann.

Interessante Sehenswürdigkeiten in Atheniou sind die archäologische Ausgrabungsstätte Athienou-Malloura, das Heimatmuseum mit Exponaten der Ausgrabungsstätte Malloura und diverse alte, sanierte Gebäude, darunter eine traditionelle Getreidemühle.

Besonders bemerkenswert aufgrund ihrer historisch wichtigen Ikonen und Fresken sind auch die Kirchen der Panagia Chryseleousa, des Agios Fokas und des Agios Georgios.

Anogyra dorf

Das zauberhafte Dorf Anogyra im Bezirk Lemesos (Limassol) liegt 170 Meter über dem Meeresspiegel und ist etwa 45 km von der Stadt Limassol entfernt. Es kann über die A6 und anschließend die F607 erreicht werden.

Anogyra war einst einer der wichtigsten Johannisbrot-Produzenten und ist berühmt für seine traditionellen süßen Pasteli, ein Bonbon aus Johannisbrotsirup, das nur in Anogyra auf traditionelle Art und Weise hergestellt wird.

Die Geschichte des Dorfes reicht bis in die Jungsteinzeit (das sog. Neolithikum) zurück. Der Name Anogyra stammt entweder von der Pflanze ‚anagyris‘ (die im Dorf wächst) ab oder rührt von der Tatsache her, dass das heutige Dorf einst der obere (‚ano‘) Teil des Dorfes Gyroi war.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Anogyra gehören die Pasteli-Museen, das Volkskunstmuseum, die Kirche des Timios Stavros (Heilige-Kreuz-Kirche) und ein Weingut. Das Dorf eignet sich auch hervorragend für Ferien auf dem Bauernhof.

Die Tradition der Pasteli-Herstellung wird jedes Jahr im September mit einem Pasteli-Fest gefeiert, bei dem die traditionelle Herstellungsweise der süßen Leckerei vorgeführt wird. Außerdem werden köstliche regionale Speisen und ein Programm mit volkstümlicher Unterhaltung angeboten.

Evrychou dorf

Das Dorf Evrychou im Bezirk Lefkosia (Nicosia) ist das landwirtschaftliche Zentrum der Solea-Region. Es liegt etwa 50 km südwestlich von Nikosia, im Herzen des Solea-Tals, und kann über die B10, dann die B9 erreicht werden.

Durch die saftig grüne Landschaft rund um Evrychou schlängeln sich viele kleine Flüsse, die bergab Richtung Karkotis-Tal (auch Kargotis- und Karyotis-Tal) fließen und von Gelben Sonnenröschen, Terebinthen (Terpentin-Pistazie), Berufkräutern und Kiefern gesäumt sind. Evrychou ist zwar einer der größten Erzeuger von Gemüse auf Zypern, aber am berühmtesten für seine Äpfel.

Die alten, aus lokalem Stein gebauten Häuser mit ihren geneigten Ziegeldächern und den Holzbalkonen haben den traditionellen Charakter von Evrychou bis heute bewahrt. Das Dorf besitzt viele Kirchen, die bemerkenswertesten davon sind jedoch die Kirchen des Agios Georgios (Heiliger Georg) and der Agia Marina (Heilige Marina). Die alten Wassermühlen der Styllis-Mühle sind ein absolutes Muss für jeden Besucher, denn sie sind ein hervorragendes Beispiel für die volkstümliche Architektur.

Eine einzigartige Sehenswürdigkeit ist das Eisenbahnmuseum Zyperns, das im alten Bahnhof von Evrychou untergebracht ist. Hier werden nicht nur Originaldokumente, Zeichnungen, Fotos und diverse Objekte in Zusammenhang mit dem mittlerweile nicht mehr existierenden Eisenbahnsystem Zyperns ausgestellt, sondern auch maßstabsgetreue Modelle der Hauptbahnhöfe und Schienenfahrzeuge.