Das alte und das neue erzbischöfliche Palais

Das neue Erzbistum, Sitz der orthodoxen Kirche Zyperns, wurde 1960 im neobyzantinischen Stil errichtet und beherbergt die Privaträume des 1977 verstorbenen Erzbischofs Makarios III. Neben dem neuen erzbischöflichen Palais befindet sich das alte Palais aus dem Jahr 1730, in dessen Erdgeschoss sich heute das Ethnografische Museum befindet.

GPS-Koordinaten: Lat: 35.172821 Lon: 33.36815

Das Kloster des Erzengel Michael (Archangelos Michael)

Das Kloster liegt an der Straße zwischen Lefkosia (Nicosia) und Anthoupolis. Die Klosterkirche stammt aus der byzantinischen Epoche und wurde vom Erzbischof Nikiforos gegründet, dessen Grabstätte heute in der inneren Kirchenvorhalle (dem sog. Narthex) zu sehen ist. Sie wurde 1636 erneuert und 1713 an das Kykkos-Kloster abgetreten.

Die Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen) stammt aus dem Jahr 1650 und das Fresko, das den Erzengel Michael (Archangelos Michael) zeigt, aus dem Jahr 1785. Das Kloster beherbergt heute das Forschungszentrum des Kykkos-Klosters.

GPS-Koordinaten: Lat: 35.131723 Lon: 33.310905

Die Kathedrale Agios Ioannis

Die Kathedrale Agios Ioannis befindet sich innerhalb der Stadtmauern von Lefkosia (Nicosia), und zwar an der Stelle, an der im 14. Jahrhundert ursprünglich die Kapelle der Benediktinerabtei stand, die dem Evangelisten Agios Ioannis von Bibi geweiht war.

Erzbischof Nikiforos baute die Klosterkapelle 1662 aus ihrem Fundament neu auf. Dem Apostel Johannes gewidmet (der auch den Beinamen „der Theologe“ trägt) blieb das Gotteshaus bis ins 18. Jahrhundert zunächst ein Kloster, bis es schließlich durch Erzbischof Sylvester zur Kathedrale und zum Sitz des orthodoxen Erzbistums auf Zypern erhoben wurde.

Die kleine einschiffige Kirche im fränkisch-byzantinischen Stil besitzt ein Tonnengewölbe, äußere Strebepfeiler und einen Westportikus. Im Gegensatz zum bewusst bescheiden gehaltenen Äußeren, das durch die osmanische Herrschaft verlangt wurde, erscheinen die vergoldeten Holzarbeiten und das durch Kristalllüster hell erleuchtete Innere der Kirche besonders prunkvoll. In der Tradition der zyprischen Handwerkskunst des 18. Jahrhunderts wurden die Holzschnitzereien mit Blattgold überzogen. Die Kathedrale Agios Ioannis ist heute das einzige Gotteshaus in ganz Nikosia, dessen Fresken im Inneren vollständig erhalten geblieben sind.

Die vier großen Ikonen an der Ikonostase (eine mit Ikonen geschmückte Wand mit drei Türen) wurden 1795 und 1797 von dem aus Kreta stammenden Meister Ioánnis Kornáros gemalt. Die Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert stellen Szenen aus der Bibel und die Entdeckung der Grabstätte des Heiligen Barnabas in Salamis dar.

Bezirk: Lefkosia
Adresse: Plateia Archiepiskopou Kyprianou (neben dem Erzbistum)
Öffnungszeiten: Dienstag – Freitag: 09:00 – 15:00 Uhr.
Samstag: 09:00 – 12:00 Uhr (und während der Messe).

Montag&Sonntag geschlossen.

Der letzte Einlass in den Tempel ist 15 Minuten vor Schließung.

Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

Das Kamares-Aquädukt

Dieses wunderschöne Aquädukt aus dem 18. Jahrhundert befindet sich an der Straße Richtung Lemesos (Limassol), in der Nähe des Gebiets Kamares, das seinen Namen von den auffälligen Bögen (griechisch ‚kamares‘) erhält.

Das Aquädukt im römischen Stil wurde 1746 auf Kosten des türkischen Statthalters von Larnaka (Larnaca), Bekir Pascha, erbaut, um Larnaka mit Wasser aus einer Quelle zu speisen, die zehn Kilometer von der Stadt entfernt war. Das Aquädukt wurde 1939 aufgegeben. Seine Funktion erfüllten von da an moderne Leitungen.

Mehr als 20 Bögen des Aquädukts sind noch intakt und werden nachts eindrucksvoll beleuchtet. Besucher können den Anblick des Aquädukts entweder von den Bänken aus genießen, die in einem kopfsteinbepflasterten Bereich aufgestellt wurden, oder einem Pfad folgen, der zum Salzsee von Larnaka führt.

GPS-Koordinaten: Lat: 34.912388 Lon: 33.598903

Die Kapelle des Agios Georgios Makris

Auf einem kleinen Hügel, der die Region rund um den Salzsee überblickt, steht die reizende steinerne Kapelle des Agios Georgios Makris. Sie stammt aus dem 13. Jahrhundert und war einst die Kirche des mittelalterlichen Dorfes Agrinou. Heute ist sie ein kleines Stück Geschichte der byzantinischen Architektur.

Dorf und Kirche wurden 1426 zerstört, als die ägyptischen Mameluken in Zypern einfielen und König Janus von Lusignan gefangen nahmen. Die Kirche wurde schon bald wieder aufgebaut und der König befreit. Allerdings wurde bis zur Okkupation Zyperns durch die Osmanen eine jährliche Steuer an die Mameluken fällig.

Im 18. und 19. Jahrhundert diente die Kirche als Kloster, dessen Nebengebäude jedoch im 20. Jahrhundert zerstört wurden, sodass das Umfeld der Urkirche wiederhergestellt werden musste. Ein Wandgemälde des Agios Georgios Makris an der Nordwand ist bis heute erhalten geblieben.

Bezirk: Larnaka (Larnaca)
Adresse: Faneromenis Avenue
Öffnungszeiten: Zu den Kirchenöffnungszeiten.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die Zuhuri-Moschee

Die Zuhuri-Moschee befindet sich zwischen der Kebir-Moschee (Büyük Camii) und der Lazarus-Kirche. Sie wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut und ist ein wichtiges religiöses Zentrum des muslimischen Glaubens. Das Minarett der Moschee ist im 20. Jahrhundert eingestürzt.

Bezirk: Larnaka (Larnaca)
Adresse: Nicolaou Roussou Street
GPS-Koordinaten: Lat: 34.911776 Lon: 33.636092
Öffnungszeiten: Tagsüber zu jeder angemessenen Zeit, außer zu Gebetszeiten.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die Tuzla-Moschee

In der Altstadt von Larnaka, hinter den Ruinen des antiken Kition, befindet sich die Tuzla-Moschee aus byzantinischer Zeit, die zu den ältesten Moscheen in ganz Larnaka (Larnaca) gehört.

Wie auch aus den Wandmalereien ersichtlich wird, war die Moschee ursprünglich eine byzantinisch-orthodoxe Kirche, aus der im 12. oder 13. Jahrhundert eine Kirche des Heiligen Kreuzes wurde, die nach der osmanischen Okkupation Zyperns im Jahr 1571 wiederum in eine Moschee umgewandelt wurde. Das Minarett wurde auf dem Fundament des ursprünglichen Glockenturms errichtet.

Gegenüber der Moschee steht ein gut erhaltener öffentlicher Brunnen aus der venezianischen Epoche.

Bezirk: Larnaka
Adresse: Mitropolitou Nicomedias Street
GPS-Koordinaten: Lat: 34.922414 Lon: 33.623001
Öffnungszeiten: Tagsüber zu jeder angemessenen Zeit, außer zu Gebetszeiten.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die katholische Kirche Terra Santa

Terra Santa ist die Kirche der lateinischen Gemeinde von Larnaka (Larnaca) und das dazugehörige Kloster auch unter dem Namen „Santa Maria delle Grazie“ bekannt. Der architektonische Stil des Gotteshauses verbindet eindrucksvoll Merkmale aus der Renaissance und dem Barock miteinander.

Die Kirche und das gleichnamige Kloster wurden 1596 durch den Franziskanermönch Callixte Martel in erster Linie für die Unterbringung lateinischer Pilger gegründet, die auf dem Weg in das Heilige Land waren. 1724 ersetzen eine größere Kirche und ein größeres Kloster die ursprünglichen Gebäude, die wiederum 1842 zerstört und durch die heutigen Kirchenstrukturen ersetzt wurden.

Betrieben wird das Kloster heute von katholischen Ordensschwestern aus Italien, die seit jeher karitativ in der städtischen Gemeinde tätig sind. So leiten sie gegenwärtig ein Seniorenheim, das sich auf dem Kirchengelände befindet.

Bezirk: Larnaka
Adresse: Terra Santa 8
Kontakt: Telefon: +357 24 642 858
Öffnungszeiten: Zu den Kirchenöffnungszeiten.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
Webseite: www.cypruscatholicchurch.org
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Das Stavrovouni-Kloster

Auf einem felsigen Gipfel, 750 Meter über dem Meeresspiegel, liegt das Stavrovouni-Kloster. Der Legende nach wurde es im 4. Jahrhundert von der Heiligen Helena, Mutter Konstantins des Großen, gegründet, die einen Splitter des Heiligen Kreuzes hier zurückgelassen haben soll.

Die Mönche des Klosters leben nach ähnlich strengen Vorschriften wie die Mönche auf dem Heiligen Berg Athos in Griechenland. Frauen ist der Zutritt zum Kloster nicht gestattet. Der Gebrauch von Fotoapparaten oder Videokameras ist ebenfalls verboten. Männliche Besucher dürfen das Kloster nur in angemessener Kleidung betreten.

Im Gegensatz dazu steht das Kloster der Heiligen Barbara (Agia Varvara) am Fuße des Stavrovouni-Hügels allen Besuchern offen. Die Mönche hier sind bekannt für ihre Künste in der Ikonenmalerei.

Im Stavrovouni-Kloster findet jährlich am 14. September, dem Tag der Kreuzerhöhung, eine eindrucksvolle Zeremonie mit anschließenden Festlichkeiten statt.

Bezirk: Larnaka (Larnaca)
Adresse: 40 km von Larnaka, 9 km von der Autobahn zwischen Lefkosia (Nicosia) und Lemesos (Limassol) entfernt
GPS-Koordinaten: Lat: 34.886923 Lon: 33.436681
Kontakt: Telefon: +357 22 533 630
Öffnungszeiten: September – März: 07:00 – 11:00 und 14:00 – 17:00 Uhr.
April – August: 07:00 – 12:00 und 15:00 – 19:00 Uhr.
Wann: Das ganze Jahr über.
An gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Eintrittspreis: Kostenlos.
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.

 

Die königliche Kapelle der Agia Aikaterini bei Pyrga

Die königliche Kapelle der Heiligen Katharina gilt als eines der interessantesten, noch erhaltenen Bauwerke aus der Frankenzeit und wurde 1421 von König Janus von Lusignan errichtet.

Es handelt sich um eine kleine einschiffige Kapelle mit Gewölbestruktur, aber ohne Apsis, die in der Vergangenheit mit Ausnahme der Westseite vollständig von Portiken umgeben war. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts waren die Ruinen eines an die Kapelle angeschlossenen Herrenhauses oder eines Klosters erkennbar, von denen heute nur noch Spuren erhalten sind.

Die Kapelle war ursprünglich vollständig bemalt. Leider wurden jedoch viele der Gemälde im Laufe der Zeit zerstört. Ein Wandgemälde an der Ostfassade zeigen König Janus mit seiner zweiten Frau Charlotte von Bourbon. Gemeinsam kniet das königliche Paar vor dem Heiligen Kreuz. Eine weitere Figur in dem Wandgemälde, die in der Szene der Grablegung Christi zu dessen Füßen kniet, ist vermutlich Hugo von Lusignan, Bruder von Janus und lateinischer Bischof von Lefkosia (Nicosia).

Die Wandverzierungen der Kapelle beinhalten neben einer Reihe von Wappen des mittelalterlichen Königreichs Zypern auch Wandmalereien, die in die freskierten Wände geritzt wurden. Sie gehen auf diverse Pilger und Reisende zurück und die Daten, die zusammen mit den Malereien in die Wände geritzt wurden, fallen in die Zeit zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert.

Bezirk: Larnaka (Larnaca)
Adresse: Pyrga Dorf, 32 km von Larnaka und 35 km südlich von Lefkosia an der Autobahn zwischen Lefkosia und Lemesos (Limassol)
GPS-Koordinaten: Lat: 34.925522 Lon: 33.431892
Kontakt: Telefon: +357 96 603 664 (Herr Antonis Gregoriou)
Öffnungszeiten: 16. September bis 15. April, Montag – Freitag: 08:30 – 16:00 Uhr.
16. April bis 15. September, Montag – Freitag: 09:30 – 17:00 Uhr.
Wann: An Wochenenden und Feiertagen geschlossen
Eintrittspreis: €2,50
Geführte Gruppen mit mehr als 10 Personen erhalten einen Nachlass von 20% auf den Eintrittspreis.
Spezielle Eintrittskarten, die für alle Museen und antiken Monumente gelten, sind bei der zyprischen Altertumsverwaltung erhältlich: Tageskarte (1 Tag): €8,50; Drei-Tages-Karte (3 Tage): €17,00; Wochenkarte (7 Tage): €25,00.
Webseite: http://www.mcw.gov.cy/mcw/da
  Die Öffnungs- und Schließzeiten sowie der Eintrittspreis können sich ohne Vorankündigung ändern. Besuchern wird daher empfohlen, sich im Vorfeld zu informieren.