Nüsse

Zu den wichtigsten, auf Zypern angebauten Nusssorten gehören Mandeln, Pistazien, Walnüsse, Haselnüsse und Erdnüsse. Sie werden entweder roh gegessen oder geröstet und gesalzen. Außerdem werden sie bei der Herstellung von Pastelaki (Krokant) und mit Nüssen gefüllten Backwaren wie Kataifi und Baklava, aber auch in vielen anderen Süßigkeiten und Nachspeisen verarbeitet. Ein traditioneller zyprischer Sirup, der Soumada, wird aus Mandeln hergestellt.

In Supermärkten finden Sie eine große Auswahl an abgepackten zyprischen Nüssen, die entweder als eine Sorte oder als Mischungen verkauft werden. Letztere enthalten außerdem regional angebautes, getrocknetes Obst. Sie eignen sich hervorragend zum Verschenken oder als Souvenir für Zuhause!

Koulouri

Koulouri ist ein sehr schmackhaftes Brot mit einer beinahe kuchenartigen Konsistenz, das mit Sesam- und Kümmelkörnern sowie mit Anissamen bestreut ist.

Es wird üblicherweise in Form eines großen Ringes, manchmal aber auch als individuelle kleine Ringe oder als Laib gebacken, an dem längliche Stücke zum Abbrechen „abgesteckt“ sind.

Eine spezielle Version des Brotes namens Lagana ist besonders zu Kathara Deftera (‚Der reine Montag‘) beliebt. An diesem Tag genießen die Zyprer ein Fastenpicknick im Freien und leiten so die vorösterliche Fastenzeit ein.

Kolokoti

Ein Kolokoti ist eine leckere Teigtasche mit Kürbisfüllung, die gerne zwischendurch als Snack „auf die Hand“ gegessen wird und in den in den lokalen, rund um die Uhr geöffneten Bäckereien erhältlich ist.

Die Füllung von Kolokoti besteht aus gewürfeltem Kürbis, zerstoßenem Weizen (Bulgur), Olivenöl und Rosinen. Sie wird mit Zimt (manchmal auch mit Dill) gewürzt und mit dem Teig umwickelt. Die Form von Kolokoti erinnert an einen Halbmond, ähnlich wie eine Pizza Calzone. Kolokoti sind besonders in der Fastenzeit sehr beliebt.

Shamishi

Diese gebratenen Teigtaschen gehen oft Hand in Hand mit Loukoumades (Honigbällchen), da beide Süßspeisen normalerweise vom selben Händler (hauptsächlich bei traditionellen Festivals und Volksfesten) zubereitet werden.

Sie werden mit einem süßen Grießbrei gefüllt, bis zur Perfektion gebraten und anschließend mit Puderzucker und Zimt bestreut. Wie bei den meisten Rezepten gibt es auch bei diesem Variationen. So wird der Grießfüllung bei manchen Shamishi Mastix (das Harz der Mastix-Pistazienbäume) und Orangenblütenwasser hinzugefügt.

Soutzoukos

Soutzoukos ist ein traditionelles Konfekt aus Walnüssen oder Mandeln, das mit einer Traubensaft-Kuvertüre überzogen wird. Es hat eine sehr ungewöhnliche Form (ähnlich wie Kerzen!) und wird sehr gern bei traditionellen Festivals gegessen.

Das Konfekt wird aus dem Traubenüberschuss nach der Traubenernte, und damit üblicherweise in den Weindörfern der Regionen Troodos und Paphos hergestellt.

Soutzoukos werden aus einer heißen Mischung namens ‚moustalevria‘ gemacht. Der Name dieser Mischung setzt sich aus den griechischen Wörtern für Most und Mehl zusammen. Mandeln (manchmal auch Walnüsse) werden zum Einweichen in Wasser gelegt und anschließend wie Perlen auf Fäden von zwei bis drei Metern Länge aufgezogen. Danach werden sie in die heiße Mischung getaucht, bis sie vollständig bedeckt sind. Anschließend werden sie für einige Stunden zum Trocknen aufgehängt. Der Tauchvorgang wird über Stunden oder Tage hinweg drei- bis fünfmal wiederholt, bis die Soutzoukos die gewünschte Dicke (ca. 2,5 Zentimeter im Durchmesser) erreicht haben. Es dauert fünf bis sechs Tage, bis das Konfekt getrocknet ist. Danach muss es einige Monate reifen. Es wird in Scheiben geschnitten serviert. Dabei offenbart sich der nussige Kern und die weiche Konsistenz des Konfekts, das häufig zu Zivania (einem typisch zyprischen Tresterbrand) gereicht wird.

Loukoumi (zyprisches Lokum)

Zypern ist berühmt für seine leckeren Süßigkeiten namens Lokum, die seit Jahrhunderten auf der Insel hergestellt werden.

In Geroskipou (im Bezirk Paphos) und vielen anderen Dörfern werden diese weichen Leckereien noch auf traditionelle Weise hergestellt, also ohne Konservierungsmittel, sondern nur mit Zucker, Stärke, Aromen oder Nüssen. Die fertigen Loukoumi werden in Puderzucker gewälzt, damit sie nicht zusammenkleben.

Sie können Loukoumi in hübschen Schachteln und einer Vielzahl verschiedener Geschmacksrichtungen kaufen. Die traditionellsten Geschmacksrichtungen sind Rose, gefolgt von Zitrone, Mastix (dem Harz der Mastix-Pistazienbäume) und Bergamotte. Inzwischen gibt es aber auch modernere Varianten, u. a. Schokolade, die mit Nüssen (oder auch ohne) hergestellt werden.

Es versteht sich von selbst, dass Sie Zypern nicht ohne wenigstens ein paar Schachteln Loukoumi verlassen können. Ob Sie diese dann mit Familie und Freunden teilen oder ganz alleine genießen, bleibt aber ganz Ihnen überlassen.

Loukoumades (Honigbällchen)

Die süßen Honigbällchen namens Loukoumades sind eine sehr beliebte Süßspeise, die hauptsächlich bei Festivals, Straßenverkäufern und in speziellen Cafés gegessen wird.

Der Teig wird aus Mehl, Hefe, Wasser und einer eher ungewöhnlichen weiteren Zutat hergestellt: Kartoffelbrei oder gekochtem und gestampftem Reis. Der zu Bällchen geformte Teig wird dann in sehr heißem Öl goldbraun ausgebacken.

Die Loukoumades werden zum Abtropfen aus dem Öl genommen und dann sofort in süßen Sirup oder Honig getaucht und mit Zimt bestreut. Am besten genießt man Loukoumades, solange sie heiß sind!

Pasteli (Johannisbrotbonbons)

Die nahrhafte Süßigkeit Pasteli wird aus dem Sirup der Johannisbrotschoten hergestellt, deren Mus so lange gekocht wird, bis es eine dickflüssige, klebrige Konsistenz annimmt, die Melasse ähnelt.

Obwohl Johannisbrotbäume auf Zypern in Hülle und Fülle wachsen, sind Pasteli etwas ganz Besonderes, da sie wiederholt und mühsam von Hand gezogen werden müssen.

Dieses traditionelle Verfahren wird heute nur noch im Dorf Anogyra und nur in den kühleren Monaten zwischen September und Mai praktiziert, da sich die Bonbons nicht gut formen lassen, wenn es warm ist. Pasteli gehören zu den süßeren Leckereien Zyperns.

Der einheimische Johannisbrotbaum wird seit viertausend Jahren auf Zypern angebaut und Johannisbrot war einst der Hauptexportartikel Zyperns. Johannisbrotschoten (das sog. „schwarze Gold“) wurden aufgrund ihrer vielseitigen Verwendbarkeit, ihres hohen Nährwertes und ihrer Widerstandsfähigkeit geschätzt, die die Lagerung und den Transport über lange Strecken ermöglichte.

Pastelaki (Krokant)

Der traditionelle Krokant Pastelaki stammt ursprünglich aus dem antiken Griechenland. Er wird aus regional angebauten Nüssen, Sesamkörnern und insbesondere aus Mandeln und Erdnüssen hergestellt.

Authentisches, einem Müsliriegel ähnelndes Pastelaki enthält Sesamkörner und Johannesbrotsirup und ist eine nahrhafte und gesunde Leckerei. In kommerziell hergestellten Varianten finden sich jedoch auch Honig oder Zucker und verschiedene Nüsse.

Die abgepackten Pastelaki-Riegel eignen sich hervorragend als süßes Geschenk oder tolles Souvenir, das Sie Zuhause genießen können.