Kolokasi (Tarowurzel)

Zutaten:

(für 4 Personen)

1 kg Kolokasi (Tarowurzel)

½ kg Schweinefleisch (aus der Schulter oder dem Bauchlappen), in große Würfel geschnitten

6 EL Olivenöl

1 Sellerieknolle, gewürfelt

1 EL Petersilie, fein gehackt

4 feste Tomaten, gewürfelt

1 EL Tomatenmark

1 kleine Zimtstange

Saft von 1 Zitrone

Salz und Pfeffer

½ Tasse trockener Rotwein

Wasser oder Brühe

 

Zubereitung:

Die Kolokasi schälen, aber nicht waschen. Kolokasi sollte nie in Scheiben oder Würfel geschnitten werden, da sie sonst beim Kochen nicht weich wird. Stattdessen ein Messer in die Wurzel stechen, herumdrehen und in mundgerechte Stücke zerbrechen.

Die Kolokasi in etwas Olivenöl anbräunen.

Zusammen mit dem Fleisch und den restlichen Zutaten (bis auf die Petersilie und den Zitronensaft) in einen tiefen Topf geben.

Mit Wasser oder Brühe auffüllen.

Leicht köcheln lassen, bis das Fleisch gut ist. Petersilie und Zitronensaft dazugeben.

Tipp: Den Zitronensaft nie während des Kochens dazugeben, da die Kolokasi sonst hart wird.

Anstatt Schweinefleisch kann auch Hühnerfleisch verwendet werden. Für ein vegetarisches Gericht kann auch ganz auf Fleisch verzichtet werden.

Oktopus mit Oregano

Zutaten:

(für 4 Personen)

1 kg Oktopus

½ TL getrockneter Oregano

Pfeffer

3 EL Olivenöl

2 EL Essig oder Zitronensaft

 

Zubereitung:

Den Oktopus unter laufendem kalten Wasser gut säubern.

Zusammen mit 1 EL Olivenöl in einen Topf geben und abgedeckt kochen lassen.

Oktopus bei kleiner Hitze köcheln lassen, damit die Säfte austreten. So lange kochen, bis die Flüssigkeit reduziert und der Oktopus zart ist. Nach Bedarf etwas Wasser dazugeben.

Topf vom Herd nehmen und die verbliebene Flüssigkeit abgießen.

Mit Oregano würzen und heiß oder kalt mit einem Dressing aus Olivenöl und Essig oder Zitronensaft servieren.
 

Hinweis: Sie können den Oktopus auch auf dem Grill zubereiten. Falls der Oktopus sehr dick ist, schneiden Sie ihn vor dem Servieren in kleine Stücke.

Trahanas

Zutaten:

(für 4 Personen)

1 Tasse Trahanas (Weizenschrot in gesäuerter Milch)

8 Tassen Wasser oder Brühe

Halloumi

Salz (optional, da das Trahanas normalerweise bereits gesalzen ist)

Frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

 

Zubereitung:

Das Trahanas für mehrere Stunden in einem Teil des Wassers (oder der Brühe) einweichen.

Sobald das Trahanas weich ist, in einen Topf geben und den Rest des Wassers (oder der Brühe) hinzufügen.

Unter ständigem Rühren gar kochen.

Halloumi in kleine Stücke schneiden und zur Suppe geben.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wassermelone

Was wäre ein Sommer auf Zypern ohne Wassermelonen (die auf der Insel übrigens ziemlich groß werden)?

Das Hauptanbaugebiet für Wassermelonen sind die Kokkinochoria, die roten Dörfer von Famagusta (griechisch Ammochostos). Sie werden häufig LKW am Straßenrand stehen sehen, an denen die regionalen Erzeuger ihre saftige und erfrischende Ernte anbieten.

Es mag eine ungewöhnliche Zusammenstellung sein, aber Wassermelone wird auf Zypern üblicherweise mit Halloumi als traditionelles Frühstück im Sommer oder als leichtes Abendessen gegessen.

Olivenöl & Oliven

Das als „flüssiges Gold“ bekannte Olivenöl ist ein wesentlicher Bestandteil der Mittelmeer-Diät, und wird als gesundes Dressing für Salate oder als vielseitig einsetzbares Speiseöl zum Kochen verwendet. Oliven werden gerne als Meze gereicht oder zum traditionellen zyprischen Frühstück mit Bauernbrot und Halloumi gegessen.

Am Ende der Saison werden die schwarzen (reifen) Oliven zur Herstellung von Olivenöl ausgepresst. Die jungen, noch grünen Oliven werden als eine beliebte Delikatesse namens ‚Elies Tsakkistes‘ eingekocht, was soviel bedeutet wie ‚zerdrückte Oliven‘. Nachdem die grünen Oliven gepflückt und gewaschen wurden, werden sie mit einem Stein zerstoßen und in Salzlake eingelegt. Sie werden mit Koriandersamen, Knoblauch, Olivenöl und Zitrone serviert.

Schwarze Tafeloliven werden, in Salz eingelegt, in großen Gefäßen gelagert und das ganze Jahr über gegessen.

Weintrauben

Weintrauben werden auf Zypern seit Jahrhunderten ohne Unterbrechung angebaut. Die Insel ist der einzige Ort, der nicht der gefürchteten Reblaus zum Opfer gefallen ist, die in den 1800er Jahren Rebstöcke in ganz Europa vernichtet hat.

Die beiden wichtigsten einheimischen Rebsorten sind Mavro (rot) und Xynisteri (weiß). In kleineren Mengen wird auch die alte und seltene rote Rebsorte Maratheftiko angebaut. In den letzten Jahren wurden viele neue Rebsorten eingeführt, die die Weine der Insel erheblich verbessert haben.

Die Trauben werden aber nicht nur zu Wein verarbeitet, sondern auch für die Herstellung von Nachspeisen und Süßigkeiten wie z. B. Palouzes (ein Traubengelee) und Soutzoukos (ein mit Traubensaft-Kuvertüre überzogenes Konfekt aus Walnüssen oder Mandeln) verwendet.

Flaounes

Die herzhaften, mit Käse gefüllten Taschen aus Hefeteig gehören zu den leckersten Gerichten des griechisch-orthodoxen Osterfestes und werden traditionell am Gründonnerstag zubereitet.

Flaounes enthalten Eier, Käse, Rosinen und Minze und damit Produkte, die während der Fastenzeit vor Ostern nicht erlaubt sind. Sie werden daher für den Verzehr nach der Fastenzeit vorbereitet. Für die Zubereitung von Flaounes wird ein eigens auf Zypern hergestellter Käse verwendet, der beim Backen aufgeht und nicht so einfach schmilzt. Nachdem sie von den Frauen der Familie vorbereitet wurden, werden diese leckeren kleinen Teigtaschen in einem traditionellen Lehmofen gebacken.

Da sie sich gut einfrieren lassen, werden sie im Vorfeld von Ostern oft in großen Mengen vorbereitet, eingefroren und über das Jahr hinweg gegessen. Flaounes sind mittlerweile ganzjährig in lokalen Bäckereien, insbesondere jedoch in der Osterzeit, erhältlich.

Paskia ist eine Flaounes-Variation, bei der die Füllung mit gewürfeltem Lammfleisch, Gemüse und Käse ersetzt und mit Kräutern und Gewürzen aromatisiert wird.

Kourabiedes

Kourabiedes ist ein Weihnachtsgebäck, das in etwa den in Deutschland bekannten Vanillekipferl ähnelt. Es sind kleine Butterkekse, die Dank einer großzügigen Schicht Puderzucker wie schneebedeckte Hügel aussehen. Obwohl sie auch ohne Nüsse zubereitet werden können, werden sie traditionell mit gerösteten Mandeln und Pistazien sowie mit getrockneten Datteln zubereitet.

Üblicherweise zu Weihnachten gebacken, werden sie in einer abgewandelten Version namens Loukoumi (zyprisches Lokum) auch als Gastgeschenke bei Hochzeiten verteilt, da ihre weiße Farbe Reinheit symbolisiert.

Sie können Kourabiedes in Schachteln verpackt in lokalen Bäckereien kaufen. Und egal, ob Sie sie zu Weihnachten oder als Gastgeschenk auf einer Hochzeit genießen – dieses Gebäck schmeckt bei zu allen Gelegenheiten!

Tahinopita

Dieses süße Gebäck wird mit Tahini (einer Paste aus fein gemahlenen Sesamkörnern) und Sirup aus regional angebautem Johannisbrot gemacht. Besonders beliebt ist Tahinopita während der Fastenzeit. Es wird aber auch das ganze restliche Jahr über gerne gegessen.

Sie finden Tahinopita in jeder lokalen Bäckerei. Obwohl dieses Gebäck sehr süß ist, hat es einen sehr ungewöhnlichen Geschmack. Es enthält häufig Mastix (das Harz der Mastix-Pistazienbäume) und Zimt. Kommerziell hergestellte Tahinopita können aber anstelle des gesünderen Johannisbrotsirups auch Zucker enthalten.

Pita (Fladenbrot)

Was wäre die zyprische Küche ohne Pita, das ovale Fladenbrot aus Sauerteig, das in verschiedenen Größen erhältlich ist und zum Füllen wie zu einer Tasche aufgeschnitten werden kann?

Die Brottaschen werden z. B. für das traditionelle Souvlakia (Kebab) mit klein gewürfeltem, gegrilltem Fleisch gefüllt. Mit Halloumi und Lountza (geräucherte Schweinelende) gefüllt, werden sie zu einem typisch zyprischen Sandwich.

Pita wird auch zu Dips und häufig im Rahmen von Mezedes serviert. Restaurants servieren Pita mitunter auch anstelle anderer Brotsorten.